Disziplinen

Strasse

Radrennen auf der Straße teilen sich in unterschiedliche Disziplinen. Ein klassisches Straßenrennen wird auf einer abgesicherten Straße absolviert, wobei die gesamte Strecke keine oder kaum Wiederholungen hat.

Häufiger werden dagegen sog. Rundstreckenrennen durchgeführt; hierbei wird ein Kurs mehrfach durchfahren. In beiden Fällen siegt derjenige, der zuerst das Ziel durchfährt. Davon unterscheiden sich sog. Kriterien; dies sind Rundstreckenrennen, bei denen nach einem vorher festgelegten Modus (z.B. jede 3. Runde) auf der Ziellinie gesprintet wird und Punkte verteilt werden. Der Sportler mit den meisten Punkten hat gewonnen. Während bei den Straßenrennen oft die Ausdauer sehr bedeutsam ist, zählt bei Kriterien der schnelle Antritt.

Des Weiteren werden auf der Straße Einzel- und Mannschaftszeitfahren durchgeführt. Dabei fährt jeder Sportler allein bzw. im Team nur gegen die Uhr. Wegen der durchschnittlich hohen Geschwindigkeiten und dem Fehlen des Windschattens zählen hier die individuelle "Tempohärte" und die Aerodynamik von Fahrrad, Kleidung und Körperhaltung.

MTB

Nach den Wettkampfbestimmungen des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ist MTB-Cross Country (CC) ein Einerwettbewerb über eine mehrfach zu fahrende gleiche Rundstrecke.
Für einen Wettbewerb wird eine Rundstrecke festgelegt, die von den Sportlern mehrfach durchfahren wird. Die Rundenanzahl steht entweder von Anfang an fest oder richtet sich nach einer Zeitangabe (z. B. 60 Minuten + 1 Runde). Die letzte Runde wird dabei immer mit einem Glockenzeichen für alle Fahrer eingeläutet. Überrundete Fahrer müssen die Rundenanzahl nicht vollständig absolvieren. Sobald der Erstplatzierte die Start-/Ziellinie überquert hat, fahren sie ihre Runde zu Ende. Bei internationalen Rennen beenden die Fahrer das Rennen in der Runde, in der sie überrundet werden. Das kann zur Folge haben, dass sie das Rennen vor dem Gewinner beenden und trotzdem in der Ergebnisliste geführt werden.

Die Fahrstrecke ist in der Regel zwischen drei und neun Kilometern lang. Der Rundkurs soll über folgende Geländeeigenschaften verfügen:

  • Anteil gepflasterter oder asphaltierter Straßen kleiner als 15 %
  • Waldwege
  • Feldwege
  • Kieswege und Wiesenwege
  • Mehrere Steigungen und Abfahrten

Trial

Trialer werden als die "Künstler" unter den Radsportlern bezeichnet, denn was sie mit dem Fahrrad anstellen, bewerkstelligt so manch einer noch nicht einmal zu Fuß.
Das Ziel des Trial-Sports ist es, mit dem Bike auf bzw. über Hindernisse zu fahren ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen.
Grundvoraussetzungen im Fahrradtrial sind Balance, Konzentration, Bike- und Körperbeherrschung sowie physische Fitness. Es gilt das Fahrrad in jeder Situation zu beherrschen, dabei fahren fortgeschrittene Trialer nicht nur, vielmehr hüpfen und springen sie scheinbar spielerisch über alle nur erdenklichen Hindernisse.
www.fahrradtrial.info

BMX

BMX, eine bereits in den 70er und 80er Jahren sehr trendige Radsportdisziplin erlebt seit einigen Jahren wieder einen starken Aufwärtstrend. Noch bevor das Mountainbike seine enorme Entwicklung nahm, war BMX geboren und die ersten Downhill und Cross-Country Sieger kamen sehr oft aus den Reihen der BMX Cracks.
Mehr noch, das IOC machte BMX 2003 zu einer Olympischen Disziplin, welche 2008 in Peking zum ersten Mal ausgetragen wird. Zudem verfügt BMX in Deutschland über eine eigenständige Bundesliga.
Daneben sind einige weitere Varianten des MTB/BMX Sports entstanden wie z.B. Dirt, Dual und 4-Cross.
Alles technisch äusserst anspruchsvolle und actionreiche Disziplinen, bei denen es auf perfekte Körper- und Radbeherrschung und natürlich den Spaß an der Sache ankommt.